Bulle

-2002-

Hüt am Gümpelimittwoch Obed,
wo überall scho d’Fastnacht tobed,
und öppe eine s’Gwüsse ploged,
will er sich z’wiit uf’s Glattis gwoged,

 

Erklär ich wieder eimol meh
im Name vo de FGW,
de Wiler Bögge gross und chli:
Offiziell söll si hüt eröffnet si !

 

Als Herold isch es mini Pflicht,
z’verläse de närrisch Johrespricht,
deshalb ihr liebe Wiler Narre
hau is öppe eim an Charre !

 

So händ’s, das hät mich irritiert,
bim Kreisel es Liechtsignal montiert;
was choscht das für e Stange Geld,
doch das macht nüt, nu d’Wirkig zellt !

 

D’Wirkig seg diä, händ d’Planer gseit,
das es am Kreisel besser dreiht.
Kreisel heisst jo, muesch’s so verstoh,
das es sött rasch rund ume goh !

 

Nu üsen Kreisel nöd recht will,
stoht mit Liechtsignal ganz still,
will s’Planerhirn nöd wött kapiere,
das d’Fuessgänger muesch koordiniere !

 

So hämer z’Wil e Neuigkeit !
Denn weltwiit git’s das wiit und breit
i kame zivilisierte Land;
überall händ’s meh Verstand !

 

Ich het en Vorschlag, tüend verwache, 
me chönt’s glich wiä am Gotthard mache;
baued doch vier Staurüüm i,
das chönti würkli d’Lösig si !

 

Zum Biespiel Stauruum Lerchefeld,
dä brächt de Stadt doch nochli Geld;
es Parkührli, das wär en Sege
de Armin Näf chönt d’Lüüt verpflege !

 

Ich glaub das ganzi würd sich lohne,
mir chönted au de Asphalt schone;
will us de Staurüüm, s’isch eso,
nu all zwei Stund tönd Auto cho !

 

De geniale Kreis-Idee,
würd ich de passend Name geh;
mir nenned ihn, das wär doch Top:
„Werner’s-Circle-Oberflop“ !

 

Hu ä Lotsch !

 

De Party-König

De Alex Hutter do im Land
isch als Event-Genie bekannt !
Statt das er üseri Teens betreut,
er sich am Organisiere freut !

 

So seit de Jugendseelsorg-Hutter:
Hüt strich ich dick uf’s Brot de Butter;
am Silveschter stiegt im Pfaff,
s’gröscht wot jeh gseh häsch i dem Kaff !

 

E Super-Mega-Geili Party !!
Er glaut, das jede uf das warti;
chaufft ii für öppe tuusig Lüt,
kein Ufwand scheut er, würkli nüt !

 

Das sicher au nüt chan passiere,
tuet Body-Guards er engaschiere;
nöd ein, nei siebe mönd’s scho sie,
au d’Samariter sind debi !

 

D’Füürwehr mues no e Brandwach stelle,
d’Verchehrskadette tuet er b’stelle;
de Häseli luegt denn no gschwind,
dass d’Notusgäng belüchtet sind !

 

Hät ächt de Alex nüüt vergesse ???
Hetsch nöd z’Wil halt i de Presse
und uf Plakat no möse werbe ?
Me seit doch, wer nöd wirbt mues sterbe !

 

Wäg dir Alex nimmt s’Fescht elend,

i me Fiasko denn sis End;
füfzg Gäscht händ d’Chöschte nöd ganz deckt,
dütsch gseit, s’isch alles abvereckt !

 

Hu ä Lotsch !

 

De verloreni Gugger

De KTV und d’Bäretatze,
erholed sich vo de Strapatze;
de Bärefescht-Chrampf isch verbie, 
drum reised sie noch Münche glie !

 

Als erschti Gugge, diä chönd drus:
Uftritt im Münchner Hofbräuhus !
Doch s’zweit Konzert isch denn für d’Chatz,
das uf em Münchner Marienplatz.

 

Di a’gruckt Schmier find d’Musig blöd,
die pass de Münchner sicher nöd;
sie drohed mit Buess, ich findes stark, 
pro Gugger wönd’s zweihundert Mark !

 

Wos wieder hei uf Wil cho sind,
fallt öppis uf no ziemli gschwind:
s’isch vorig bliebe, s’tuet mer leid,
e Pauke und es Guggerkleid !

 

D’Reschersche händ am Schluss ergeh,
s’hät keine meh de Forrer gseh;
de Reto Forrer, s’isch verruckt,
isch wiä vom Erdbode verschluckt !

 

Do fallt eim i, er heb o weh,
bim letschte Brünzlihalt ihn gseh;
doch bis zäh Mass sind brünzlet gsieh,
isch gsie de Brünzlihalt verbie !

 

So isch de Reto ganz verwaist,
und einsam mit de Bahn hei g’reist;
mues s’Gschpött vo allne Lüüt ablose,
was machsch denn du i Guggerhose ?!

 

Ich hoff du lernisch eis vo mir:
Trinksch wieder emol e so viel Bier;
denk doch dra, dass Pampers git,
und nimm in Car es Töpfli mit !

 

Hu ä Lotsch !

 

De TV-Uuftritt

Ich luege d’Fernsehsendig „Quer“
und stuune wer do chunt dethär;
do hockt als grosse Fernseh-Star,
e Stadtröötin vo Wil sogar !

 

Jetzt wird das Ganzi intressant,
jo Susann Kaschper, ich bi g’spannt,
was wönd die Fernsehlüt vo dir ?
Worum bisch du im Quer, leck mir ? !

 

Du tägisch Armi schikaniere,
do mues sich s’Städtli Wil blamiere;
du wölsch noch füfzg Johr, bisch veruckt,
sechzg Stutz Sozialhilf z’ruck !

 

Du wehrsch dich souverän, gänd acht:
„Dä Seich heb de alti Stadtrot gmacht;
de Neui chön’s au nöd verstoh
und mös nomol über d’Büecher goh !“

 

De Moderator cha’s nöd märke,
doch dir tuet’s nöd de Rugge stärke;
denn du Susann, ich bi empört,
häsch doch au zum alte Stadtrot ghört !

 

Hu ä Lotsch !

 

Operation Pulver

Eis tuet würkli Angst mir mache,
ihr wärded au glie nüme lache;
das wiissi Pulver, gsehnd ihr’s nied,
wo do vor eu am Bode liet !

 

Das händ doch d’Taliban usgschtreut,
am Anthrax hät de Bin Laden Freud;
doch z’Wil hät d’Terrorischte-Macht,
d’Rechnig ohni Sartory gmacht !

 

Er hät am Lager, stuuned Lüüt,
zähtuusig Liter Formaldehyyd !
Mit soviel Gift chasch d’Schwiiz veröde
und alli Milzbrand-Tierli töde !

 

Und s’Pulver tuet, ghörsch es nöd guuge,
d’Wiler Chemiewehr ine suuge;
drum tuet sich d’Füürwehr nöd scheniere,
alli Staubsuger z’requiriere !

 

So schützt de Beda mit viel Lischte,
d’Oschtschwiizer vor de Terrorischte;
als Deckname, das me sin Trupp nöd kennt,
nennt er ihn Bachpulver-Detachement !

 

Und falls en Erreger chönt überlebe,
wär au de Ayer no zugege;
s’Milzbrand-Viech bechäm d’Todessprütze,
do würd alls Strample nüt me nütze !

 

Sött s’Anthrax-Lebe doch nomol cho,
ständ de Chemiker Sarbach do;
mit Blausüüri und mit Strichnin,
mächt s’letschti Milzbrändli er hin !

 

So hät mer z’Wil a alles denkt,
de Terrorischte gar nüt gschenkt;
nu tuet de Beda mir fascht leid,
isch glatt uf d’Nochahmer ine gheit !

 

Hu ä Lotsch !

 

De Sterngucker

Eimol im Johr treffed sich d’Chefe
im Grichtshus zum Behördetreffe.
Am Silveschter isch das gsie,
me wünscht sich Glück, trinkt echli Wy !

 

Und will’s en Bruuch isch, en uralte,
mues de Stapi e Asproch halte;
doch schienbar hät er kei Idee,
was me do chönt zum Thema neh !

 

So tuet er üs halt d’Sterne düte,
und verzellt vor allne Lüüte:
D’Wohrsagerin heg d’Zuekunft gseh,
und ihm siebe Rotschläg geh !

 

Diä rezitiert er alli siebe,
wo isch ächt sin Verstand do bliebe ?
Er tuet, statt visionär z’regiere,
sich am Orakel orientiere !

 

Hu ä Lotsch !

 

Und jetzt noch dene lange Gschichte,
bricht ich vo wiitere Bösewichte;
i churze Vers wird jetzt verzellt,
und öppe ein an Pranger gstellt !

 

De Josef Fässler, wo jede kennt,
als Chircheverwaltigs-Präsidet;
hät en abartige Splin,
git de Flyer-Sucht sich hin !

 

Vo jedere Idee, won er usspuckt,
hät d’Chirchemeind en Flyer druckt;
sie schickt fascht täglich jedem Depp,
en Prospekt vom Flyer-Sepp !

 

Hu ä Lotsch !

 

Z’Bronschhofe, s’isch nöd zum Spasse
täged’s alli Fremde hasse !
Iibürgere wänd’s gar e kei
de Stimmbürger seit knallhart nei !

 

Doch jetzt uf z’Mol täg d’Stimmig chehre,
fremdi Maitli tüänd’s verehre;
diä beted’s a über Gebühre,
jede Obig i de Würe !

 

D’Bronschhofer händ mich zu Träne g’rüert !
Was hät sie zum Sinneswandel g’füert ? - -
Leider isch’s so, wötsch Iidruck schanze,
muesch füdliblut vor ihne tanze !

 

Hu ä Lotsch !

 

De Dönni fah