Bulle

-2003-

Hüt am Gümpelimittwoch Obed,
wo überall scho d’Fastnacht tobed,
und öppe eine s’Gwüsse ploged,
will er sich z’wiit uf’s Glattis gwoged,

 

Erklär ich wieder eimol meh
im Name vo de FGW,
de Wiler Bögge gross und chli:
Offiziell söll si hüt eröffnet si !

 

Als Herold isch es mini Pflicht,
z’verläse de närrisch Johrespricht,
deshalb ihr liebe Wiler Narre
hau is öppe eim an Charre !

 

Im erschte Spruch, wiä jedes Johr,
chunt de Werner Oertli vor;
er hät dä erscht Vers garantiert
so quasi bi mir abonniert !

 

Sini neu Stross isch abverheit,
wäg ihm elei s’Loch abe gheit,
will d’Bürger merked, s’isch e so,
wötsch du uf Nummer sicher goh,

 

So muesch, wenn er s’Projekt bejoht,

und will’d weisch, was er verstoht,
es Nei uf din Stimmzettel schriebe !
So isch d’Grüenau en Weg halt bliebe !

 

Das Nei hät au no andri Gründ,
so sind di Grüäne gar kei Fründ,
vo neue Strosse, will’s händ erfahre,
dass me dött druf chönt Auto fahre !

 

So bliebt’s bim alte, wiä mes kennt,
verstaube tönd all Transparent,
und mir händ’s Geld, we mich das schlucht,
eimol meh für d’Planig brucht !

 

Jetzt chan i würkli nu no hoffe,
und do sind d’Nei-Stimmer betroffe;
tönd eu entsprechend au gebahre,
und z’Wil jo niä me Auto fahre !

 

Hu ä Lotsch !

 

De Otto Muschter

De Igo Oschterwalder tuet,
und das macht er cheibe guet,
Hüser vermiete und verröschte;
aber er cha au jede tröschte,

 

Wo nu e Wohnig suecht zum miete,
au do chan er dir öppis biete.
Und zum sis Aagebot z’plaziere,
mues er öppe inseriere !

 

Neu isch er uf em E-Mail Trip,
de EDV-Frick git ihm Tipp;
und so wönd’s zäme grad probiere,
öb’s gäng per E-Mail z’inseriere !

 

Es Muschter mached sie parat,
und dass jo nüt i d’Hose gaht,
händ’s alli Ziitige informiert,
de Text als Muschter-Text klassiert !

 

Das Experiment durlauft s’WWW ! - -
Und am Dunschtig chan me gseh,
es Inserat im Wiler-Blick !
Me chöni miete, ich find’s dick,

 

In Muschterhuse es Muschterhus,
mit Muschterussicht ganz konfus;
zwölf Zimmer mit eme Muschter-Putz,
choschted schient’s nu hundert Stutz !

 

De Oschterwalder wird ganz bleich,
was drucked diä nu für en Seich !
Dir Zehnder drum min guete Rot,
zum läse lerne, isch’s nonig z’spoht !

 

Hu ä Lotsch !

 

DE UNBEKANNTI SPENDER

De FC-Wil isch sportlich fit,
und dass es kei Niederlage git,
müänd’s um jede Spieler raufe,
öppe diä en Tschutter chaufe !

 

Im Fuessball isch passiert en Wandel,
für mich moderne Menschehandel;
Fuessball-Sklave chauft mer i,
um i de Liga z’oberscht z’si !

 

So händ’s d’Broodwürschtler abe putzt,
und ich ha scho es bitzli gstutzt,
dass d’Azeigtafle für es Elf zu Drei,
ebe halt nöd baue sei !

 

Jetzt wird’s es bitzli delikat,
denn für’s Geld zeigt separat,
de FC-Vorstand sich besorgt;
isch es e Gschenk, händ’s es ächt borgt ?

 

De kaufte Spieler chasch nu danke,
mit hunderttuusige vo Franke !
Und das triebt a vielne Ort, 
in Ruin de Fuessball-Sport !

 

Nu z’Wil isch alles keis Problem,
en Spender hät mer, s’isch bequem;
de Andreas Hafen, ich tues enthülle,
cha sich sin Buebetraum erfülle !

 

Hät mit Millione de FC-Wil gstärkt,
und d’UBS hät’s zäh Johr nöd gmerkt ! 
De Hafen hät jo au d’Wohret gseit !
Sini Bank isch nu drum uf d’Nase gheit,

 

Will ihren Vizedirekter nöd cha versto
wiäs zum Chürzel UBS isch cho;
de Hafen hät äbe aa gno dreist,
dass das unbekannte Spender heisst !

 

Hu ä Lotsch !

 

De Thurfischer

I de Thur, so chunt’s mir z’Ohre
seged neui Fisch gebore !
Statt Forelle hebs wiessi Hai,
au Thunfisch heg me gsichted zwei !

 

Me find Crevette, Chrabbe, Muschle,
und d’Fischer tönd über d’Ursach tuschle;
Frutte di Mare, mir wird bang,
händ’s im Netz noch jedem Fang !

 

Worum hät’s ächt i üsere Thur,
so Tropefisch, frög ich mich nur !
D’Antwort isch liecht, mir händ diä Bruet,
sit d’ZAB das Flüssli salze tuet !

 

Nöd mit ere Prise sind’s debi,
nei es paar Tonne wörfed’s dri !
Und säged: Salz, das schadi nöd !
Halted d’ZAB üs echt für blöd ?

 

Drum Rainer Heiniger los guet zue,
lo üs mit dim Salz in Rue !
Susch gend mer dich, gad so zum Spass,
de Meerfisch i de Thur zum Frass !

 

Hu ä Lotsch !

 

Rickebach im Wandel

Was isch au z’Rickebach passiert,
zerscht händ’s d’Hauptstross korrigiert;
so schmal und zickzack, unerfahre,
chasch nu mit em Velo dure fahre !

 

Au d’Wilener lönd’s im Räge stoh,
wönd nöd mit ihne zäme cho;
tönd s’Dorf uf Inzucht umgestalte,
und so vor Fremde suber halte !

 

Und wiiter händ diä Weltexote, 
de Table-Dance im Dorf verbote;
als nöchscht’s werded diä sture Grinde,
de Intim-Verchehr no underbinde !

 

Doch jetzt setzed’s no ein druf,
chlemmed am Brändli ab sin Schnuf;
e fieses, anonyms Segment, 
vertriebt de Gmeindepräsident !

 

Und als Clou, Schildbürgerstreich,
isch denn das nöd bireweich,
wähled’s en wieder, vehement,
mit über drüedachzg Prozent !

 

Ihr tönd de Brändli nöd verdiene,
de söll amene schlauere Dörfli diene;
doch mir händ gseh, trari, trara,
was d’Inzucht cha für Folge ha !

 

Hu ä Lotsch !

 

De Sicherheitschef

Letschti hani möse ghöre,
vo de Ziitigs-Redaktöre;
de Sartory täg uf Züri go,
er wölli s’Städtli Wil verlo !

 

Dä hät’s jo würkli super gmacht,
doch mues er, und jetzt gänd acht,
üsi Top-Füürwehr verloh,
und als Entwickligshelfer goh !

 

Und z’Wil suecht me en neue Ma,
dä sött es paar Eigeschafte ha:
Erfahrig, Füerigsqualitäte,
das sind nonig so Raritäte.

 

Doch sött er äbe nebed bi
höchschtens öppe drissgi si;
und am liebschte, we mer’s kennt,
Tag und Nacht für de Job präsent !

 

Und usserdem wönd’s eine poschte, 
wo nöd allzuviel würd choschte !
Und d’Quintessenz, es würd sich lohne,
de Beda uf drissgi retour z’klone !

 

Hu ä Lotsch !

 

Und jetzt noch dene lange Gschichte,
bricht ich vo wiitere Bösewichte;
i churze Vers wird jetzt verzellt,
und öppe ein an Pranger gstellt !

 

De Bruno Egli, all im Stress, 
goht letschti an e Zweirad-Mess;
plötzlich gspürt er e Mage-Attacke,
es chlises Hüngerli tuet ihn packe !

 

Und a dem Stand, won er gad stoht,
verchaufed’s gluschtigs Magebrot !
Nu öppis hät ihm d’Freud echli gno,
gross gseht er uf de Tafle stoh:

 

„S’bescht Magebrot verchaufed mir,
ab hundert Stutz nämed mer WIR !“
Das isch für ihn gar keis Problem,
zum träge zwor nöd gad bequem;

 

Doch wenn’s chasch als Schnäppli gseh,
tuet der de Rugge nüme weh !
So frisst de Egli, Gmeinderot,
siet Wuche nu no Magebrot !

 

Hu ä Lotsch !

 

Bim Bleicheplatz isch guet z’parkie,
will d’Schranke niä tuet funktioniere !
Meischtens isch’s offe, so chasch spare,
und gratis ie und use fahre !

 

Für d’Stadt diä Uebig nöd rentiert,
will de Galbier hät montiert,
zäme mit sim Magistrat,
en Geldvernichtigs-Automat !

 

Hu ä Lotsch !

 

Apropos Parkplatz, ich werd’s vermisse,
d’WIPA hät d’Belegschaft gschmisse;
das seged alles Pfiffesäck !
Wer verzellt de chaibe Dreck ?

 

Defür mönd’s jetzt am Steinlin rüefe,
zum e Neonröhre prüefe,
und mit de Ordnig, me gseht’s gli,
isches zimli schnell verbi !

 

Jede Seich mönd’s uswärts geh,
s’goht bergab, es tuet mer weh !
Ich woge d’Frog drum zimli keck
wer sind denn neu jetzt d’Pfiffesäck ?

 

Hu ä Lotsch !

 

De Coop