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Bulle

-2021-

Hüt am Gümpelimittwoch Obed,
wo niened richtig d’Fastnacht tobed,
doch öppe eine s’Gwüsse ploged,
will er sich z’wiit uf’s Glattis gwoged,
erklär ich wieder eimol meh,
im Name vo de FGW,
de Wiler Bögge gross und chli:
Offiziell söll si hüt eröffnet si!

Als Herold isch es mini Pflicht,
z’verläse de närrisch Johresbricht.
Drum, ihr liebe Wiler Narre,
fahr ich öppe eim an Charre!

Huh ä Lotsch!

 

S’Thema Nummer 1

Wafüre Zit, wa wotsch do mache,
s’isch fäng nüme grad zum Lache.
S’gäb nur eis Thema chönntmer meine,
kein Usweg wiit und breit in Sicht,
und ali nimmts vo üs a d’Leine,
gilt sie jetzt für ali, d’Wiler Leinepflicht?
Chasch nöd go schaffe, d’Stadt isch leer,
sich uf das vorzbereite, das isch schwer,
heschs nöd gseh cho, chasch nur zueluege,
di ganz Welt grotet us de Fuege!
E grossi Gfohr, vor allem für di Alte,
so igsperrt si isch chum uszhalte.
Geduld isch gfröget, zämä chömmers schaffe,
«Bleiben sie zuhause!», Netflix gaffe,
zum Warte no e Tasse Tee –
ihr merkeds: ich red vom viele Schnee!

Huh ä Lotsch!

  

Üsi neu Regierig

Für di einte e Freud, für anderi e Qual,
Tabula Rasa bi de Stadtrots-Wahl!
Wer hat noch nie, wer chunnt no dra?
Zmol grinset di vier neui Grinder a.
Nur de Dario Sulzer verwütscht gad no de Rank,
de Neuzuezüger gilt de Dank.
Es bruchi jetzt halt frische Wind?
I säg eu weli neue Lüüt im Stadtrot sind:

D’Stadt het jetzt e neui Mueter,

mit grossem Vorsprung gwünne tueter,
de Hans Mäder wo jetzt jede kennt,
en Jungspund im Verglich zum US-Präsident!
Im Wahlkampf rüehrt de gueti Maa,
so ziemlich mit de grosse Chelle a.
Drum wör au niemer recht goutiere,
wör de jetzt au zmol no mutiere.
Trotz USR und Krise wärs paradox,
würder plötzlich zum Spar-Fox.
D’Erwartige sind gross, mach dir nur chli Sörgerli,
wenns nöd erfüllsch, verbrennemer di bald als Nörgeli!

Huh ä Lotsch!

 

De Andi Breitenmoser stiigt quer i,
zueständig für Versorgig und Energie,
vo Politik kein blasse Schimmer,
defür vo Deko und Möbel für jedes Zimmer.
Statt mit Wasserbett, versorgter üs mit Wasser,
statt Lampe und Laterne gits nur Strom und Gas,
no ischer beliebt, het gar kei Hasser,
aber als Stadtrot jetzt im Huus us Glas.
«Andi ist ein Macher, kein Verwalter»,
do bini gspannt, i glaub das gfalltmer.
Doch werdet d’Zahle schlechter, das muesch wüsse,
d’TBW chasch denn im Fall nöd eifach schlüsse!
Jetzt gilts ernscht, fertig mit Lache und Schärze,
süscht brennt bald en Breitemoser-Nörgeli us Finnechärze!

Huh ä Lotsch!

 

En Unfall oder es bewussts Programm?
Mit de Nomination vom Jigme Shitsetsang,
macht d’FDP de Dani Meili zum Opfer-Lamm!
Als Wirtschaftspartei, chunnsch nüme drus,
tuuschets en Undernehmer geg en Sozi-Bruefsbeamte us.
Wobi, au de Jimmy isch en tolle Typ, uf de chasch zelle,
doch tüend sich mir au Froge stelle:
Z’Gossau hends di Teilzit als Sozialamtsleiter bhalte,
frisst das kei Zit zum d’Wiler Schuele gstalte?
Werdet d’Schüeler-Menüs ökologischer und individueller,
oder hend bald ali täglich Basler Brodwurscht ufem Teller?
Isch en Verwaltigschef zmol Chef vo de Beamte,
wird er denn d’Gschäft vo de Chefbeamte füere oder nur verwalte?
Jetzt chasches üs zeige, ali sind scho gspanne,
und süscht hauemer di denn als Nörgeli i d’Pfanne!

Huh ä Lotsch!

 

S’Departement Verchehr und Bau,
leitet mit de Ursi Egli neu e Landwirts-Frau.
Erfahrig het si jo bim Baue,
mit Izünige – damit d’Tier nöd chönd abhaue.
Öb Allee, Bergholz oder Lindehof, i denk jetzt witer,
gits halt en Zwickdroht statt es Absperrgitter.
Und i de 30er-Zone statt Betonchlötz, es wär en Traum,
stoht bald überall en Öpfelbaum.
S’Verchehrsproblem löst d’Ursi sowieso gad au,
sie führt jo täglich d’Chüe uf d’Wiese – und das ohni Stau!
S’Bahnhof-Velohuus wo langsam i Fäkalie versinkt,
de Luc Kauf freuts, bald nüme stinkt,
denn de Punkt mueni no ergänze,
de Umgang mit Gülle ghört zu ihrne Chernkompetenze.
Ursi, für s’BUV do bruchsch viel Schnuuf,
süscht gohsch denn bald als Nörgeli i Flamme uf!

Huh ä Lotsch!

 

Fastnacht im 2021

Jo, das Johr isches kompliziert,
i mue sägä, i ha mi au scho besser amüsiert.
Ali Beize verbarrikadiert,
de Gümpeli-Mittwoch wird digital abstrahiert,
d’Guggemusige sind pausiert,
wa de Tüüfel macht, wird nume spekuliert.
S’wird nödemol es Bier serviert,
die ganz Fastnacht – irgendwie kastriert!

Lohsches doch mol achli krache,
dörfsch aber nur in Elleboge lache.
Statt zwei Nächt dürefiire, voll zerstört,
leisch jetzt zmol uf d’Körperhygiene Wert.
Statt dases überall Konfetti schneit,
s’Desinfektionsmittel immer griffbereit,
statt Strohrum und anderi starchi Sache,
gits en Abstrich – schints au anal, süscht tüüf in Rache.
Dörfsch denand nöd nöch cho, do bisch baff,
quasi «Social-Tischdancing» im blaue Aff.
Nur öppis gits wo richtig funktioniert:
Au di allergröschte Fastnachtsmuffel sind maskiert!

Huh ä Lotsch!

 

 

Tschauwil.ch

Me mue sich quasi fascht befasse,
mitem mediale Hans-Dampf i allne Gasse.
Öb Live-Ticker usem Parlament,
immer debi wenn ein am Ball norennt,
bi «Knack den Dudle» voll parat,
de isch sich scho für gar nünt z’schad.
Doch – Schock! – wa ghörtmer do für Gschichte?
Er wechsli definitiv zu de Wiler Nochrichte.
Statt Hallowil heissts plötzlich Tschau,
de Schachzug vo de WN durchus schlau.
Kein Monet spöter, s’isch chum zum fasse,
s’stoht ufem Bildschirm schwarz uf wiss,
bi de Konkurrenz würs ihm doch besser passe,
s’isch aso schono cheibe fies,
grinst schelmisch ufem Bild vonere Online-Publikation:
De Simon Dudle, neu als Chef vo de Tagblatt Lokalredaktion!

Huh ä Lotsch!

 

 

Es Chlagelied us Beizer-Sicht

Als Gastronom, es isch doch wohr,
isches sehr es schwierigs Johr.
Zmol en Lockdown, denn alles umdisponiere,
d’Gäst müend sich ali registriere.
Denn wird d’Kapazität abgefahre,
damitmer de nötig Abstand chan wahre.
Trennsch alles ab mit Plastikschiibe,
d’Maske nur abtue bim Hocke bliibe.
Stohsch a d’Bar, s’trifft di fascht de Blitz,
rüeft sofort eine luutstarch «Sitz!».
Zum Schluss, au für es churzes Bier,
pro Tisch erlaubt zmol nur no vier.
Hesch alles erfüllt, es isch zum Schüsse,
döfsch d’Beiz gad sofort wieder schlüsse.

Es Urteil wottmer eigentlich nöd erdreiste,
d’Lag isch ernscht, jede mue en Bitrag leischte.
Luegsch aber Bilder us ÖV, Skigebiet oder Shopping-Center a,
chunnschder scho biz vor wie en Bölimaa!
Das isch kei klari Strategie, so noch mim Gschmack.
Liebi Politiker, nämet s’Hirni usem Hosesack!

Huh ä Lotsch!

 

 

E ganz normali Fastnachtsnacht

 Nochem Fiirobig nur ganz schnell i d’Linde,
kippschder eis Bierli hinder d’Binde.
Söttsch denn hei, doch es isch klar,
es sitzed Lüüt wo kennsch gad a de Bar.
E typischi Fastnachts-Situation,
de Stammbaum isch di nögschti Station.
Schnell i d’Ilge, zrugg is Heilig Grab,
vo de Bärähöhli zum Hartz und Tiger gohts wenigstens bergab.
Jetzt langets nüme hei, s’isch doof,
ab a d’Inauguration in Hof!

Döt git grad d’SIFA-Delegation no ein zum Beschte,
mached Protescht mit gäälä Weschte,
sind plötzlich furt, französisch hei,
lönd ihri Muschelfee z’Wil ganz älai!

Währendesse, s’isch biz wirr,
fiired d’Semphoniker e Jubiläumsfiir,
lönds mit Pyro richtig krache,
tüend luuter tolli Filmli mache.
Die Aktion vom Gsetz schints nöd akzeptiert,
s’Bewiismaterial wird churz druf abe usem Internet radiert.

Laufsch zrugg zum Tüüfelsfescht im Turm,
döt lauft de Güntensperger Sturm!
E langi Gschicht, er isch jo süscht en Nette,
aber offesichtlich hend ihn d’Security fründlich usebette.

Noch zwei drü Bier und es paar Klare,
ha zerscht gmeint es seg en Gag,
suecht de Fanfar Griffith sini Fanfare,
di andere helfed sueche und ali sind weg.

Halbe trümmlig, wies halt isch,
landisch ufen Absacker im Schiff.
Gohsch hei, natürli mitem Taxi,
hach, die Fastnachtsnacht isch wieder glatt gsi!
I mue höre, fang fascht a brüele,
das Johr chömmer nur i schöne Erinnerige wüele.

Huh ä Lotsch!

 

 

S’Solarbänkli

Bim Sunnehof, döt gsehsch au Lama,
nimmts de Afang, s’Solarbank-Drama.
Eigentlich en grosse Start,
will Wil wird jetzt denn ebe smart.
Drum, mit allergröschter Motivation,
präsentieret de Meili und de Stutz die Innovation.
Es Bänkli mit WLAN, zum surfe und sitze,
vo de Bäum schön beschattet das nöd muesch schwitze.
Bald merktmer: de Schatte verursacht Schade,
sones Solarbänkli brüchi ebe Sunne zum Uflade.
So isch das total für d’Chatz,
drum finds am Weier en neue Platz.
Jetzt stohts frei, ganz ohni Schatte,
und scho folgt di nögscht Debatte:
E schwarzi Oberflächli, wie jede weiss,
wird i de Sunne mängmol schampar heiss.
Und so drohed uf dem Bänkli,
frisch grillierti Oberschenkli.
Das isch Fakt, bewise vo eim vo de Beschte,
de Simon Dudle höchschtpersönlich ischs go teschte!

Huh ä Lotsch!

 

 

Es paar Churzi

 Du merksch, dass de Grössewahn grassiert,
wenn en Ex-FGW-Präsident, als Stadtpräsident kandidiert.
Nur Stadtrot wär für de Oli Baumgartner kei Option,
Präsident mueses si, Chef, mitem entsprechende Lohn!
Doch zmitzt im Wahlkampf, wie vom Fux bisse,
hetter d’Flinte schowieder is Chorn gschmisse.
Kei Wunder hend di alte Füchs hüt chum no Find,
wenn ali Konkurrente so ängschtlich sind!

Huh ä Lotsch!

 

Währenddesse plant s’nögscht gross Ding,
de Projektleiter Hof, de Patrick Cotting.
Au er het scho de Brote groche,
fertig mit uf tüüfer Flamme choche!
Regionali Usstrahlig? Do cha de nur lache,
de Hof muemer zum UNESCO-Weltkulturerb mache!
Mit breiter Bruscht git er bekannt,
das gäng mitem Taj Mahal und de Pyramide Hand in Hand,
und erklärt de Hof zum Machu Pichu vom Fürschteland!

Huh ä Lotsch!

 

Am Obig noch de Wahle chasches schmöcke,
im Dorf stinkts fürchterlich, wie alti Söcke.
Vor de Denner Rossrüti führt di d’Spur,
de Duft döt schlimm, di ganz Milch suur.
Er isch offebar stinksauer uf das Resultat,
de Familie Egli ihren Rohmilchautomat!

Huh ä Lotsch!

 

I öffentliche Toilette und a de Schuele für d’Chinde,
forderet d’SP gratis Tampons und Binde.
Energisch, hitzig und sehr engagiert,
wird das Thema landeswiit bald diskutiert.
Zwiifellos, do muemer nöd no lang studiere:
es isch en Nochteil, s’Menstruiere.
I wott die Diskussion nöd zuesätzlich befüüre,
aber was isch mit de Sackgebühre?!

Huh ä Lotsch!

 

Ach, wie würi die gern gseh,
die hässige Lüüt vorem PC.
Wies verbisse miteme füürrote Grind,
uf d’Tastatur am haue sind.
Ihres Nervegwand sehr strapaziert,
de ganz Tag warte bis endlich was passiert.
Doch – obacht – do hend wieder es paar Tübel,
Abfall ligge loh nebetem Chübel!
S’wird fotografiert, uf «Du bisch vo Wil, wenn..» gstellt,
gleich und gleich sich gern gesellt,
scho hetmer wiedermol en Grund,
tuet zu Dutzende luutstarch Schimpf und Schande kund.
Min Tipp für eu, ganz exklusiv:
Chillets, sind doch mol biz positiv!

Huh ä Lotsch!

 

D’Sunne Wile i de Zitig: do bisch gspannt,
het drü Bundesröt für je 30 Johr verbannt.
Wegem Berset, de Sommaruga und de Keller-Sutter,
seg d’Situation alles andere als im Butter.
So wird das aktiv kommuniziert,
und mediewirksam inszeniert.
Wieso nur drü vo dene wird nöd klar,
di ganz Gschicht wirkt biz sonderbar.
Remo Güntensperger, bisch du bsoffe?
D’Entscheidige werdet doch vo allne 7 Bundesrotsmitglieder troffe!

Huh ä Lotsch!

 

D’Departementsleitige üs üsere Stadt,
hend ihren Job verdächtig schnell mol satt.
Ihri Halbwertszit isch gademol so lang,
wie weni e Baubewilligung go hole gang.
Au Stadtschriber-Inserat hets meh scho geh,
als Niederlage vom FCW!
Wo isch s’Problem? Es isch doch doof,
de Armin Blöchlinger choschtet üs fäng meh als üsen Hof!

Huh ä Lotsch!

 

Churz noch de Stadtrotswahle, me hets eilig!
Ischs di städtisch Kommunikationsabteilig?
E Privatperson? D’Swiss Regio Media?
Uf jede Fall het de ganz Stadtrot subito en Itrag uf Wikipedia.
De ganz Stadtrot? Nei, das isch jetzt bizli blöd,
en Itrag für de Andi Breitenmoser wottmer offesichtlich nöd!

Huh ä Lotsch!

 

Tobt e globali Pandemie,
und chömet d’Mensche arg in Not,
jo gohts um Läbä und um Tod,
schint nur ei Sach sehr wichtig z’si:
me stürzt sich denn wie wildi Tier,
uf di letschte Rolle WC-Papier.

Bisch nöd döt gsi und leer usgange,
chasch wuchelang uf Nochschub plange,
muesch dis Füdli trotzdem butze,
chönntsch no Nastüechli benutze.
Sind au die vergriffe, denn min Tipp:
hol paar WN-Exemplar,
mit de Schär, mach zweimol «schnipp»,
am beschte gohts – das isch doch klar,
miteme Christoph Blocher – Kommentar!

Huh ä Lotsch!

 

Johrelang ghörsch vo de SVP,
me mües am Stadtrot Nochhilf geh.
Die Amateure heg wohl niemer instruiert,
wiemer richtig kommuniziert.
Chum isch die Partei i de Exekutive,
passiert de erscht Fehler, en richtig naive.
Zum es persönlichs Aliege z’begründe,
tuets d’Ursi Egli als offizielli Meinig vo de Stadt verkünde.
Klar, dass das ihri Stadtrotsgspänli stört,
wemer erscht us de Medie devo ghört!

Huh ä Lotsch!

 

Und jetzt a ali s’Kompliment,
wo hüt es Bulle-Versli händ,
denn jede weiss doch wo vom Fach,
do drin z’stoh, das isch Ehresach!

Wie immer wird sie usegeh,
vom Herold vo de FGW.

Huh ä Lotsch!

 

Michael Sarbach, Herold der FGW